Märchenweg Bever
Hexen, Bären und Feen im wildromantischen Val Bever

Engadiner Erzählungen aus der Feder Engadiner Frauen sind szenenhaft auf der linken Talseite zwischen Bever und Spinas dargestellt. Die Skulpturen wurden von einheimischen Künstlern wie Not Vital, Francis Engels, Jean Badel, Gregor Reich, Reto Grond, Giuliano Pedretti, Luigi Frigerio und Ulrich Bruppacher mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen gestaltet. Nachlesen kann man sie an den jeweiligen Stationen, die mit überdimensionalen Märchenbüchern in drei Sprachen ausgestattet sind. Der hölzerne Märchenthron dient Märchenonkel oder Tanten zum Vorlesen und wird von den kleineren Hockern der Zuhörer umrahmt. Eine herrliche Atmosphäre, um Kinder und Junggebliebene ins Märchenfieber zu versetzen. Mit Beginn der Sommersaison 2010 konnte der Märchenweg um die Geschichte "Tredeschin" erweitert werden.
Gebundene Bücher zum Nachlesen und Verschenken gibt es weiterhin bei der "Bever Tourist Information" am Bahnhof Bever oder bei der Gemeindekanzlei Bever. Sie sind in den 4 Landessprachen sowie in Englisch erschienen.
Gute Beschilderung ab Bahnhof und Dorf
Distanz: einfach 4.5 km. Gehzeit pro Weg: ca. 1 Stunde
Preis Märchenbuch: CHF 15.00
Lageplan Märchenweg
Wiege der Bergmärchen
Es ist kein Zufall, dass gerade im Val Bever der Märchenweg Wurzeln gefasst hat. Die Märchentradition in Bever wurde bereits Anfang des 18. Jhd. von der Beverser Märchenerzählerin Nann' Engel begründet. Einst wurde sie in die Häuser gerufen und für ihr talentiertes Erzählen mit Naturalien oder Geld entlöhnt. Im 19. und 20. Jhd. trugen weitere drei engagierte Frauen ihr Erbe weiter. Durch Gian Bundi, einem bedeutenden Sammler Oberengadiner Märchen, konnte 1902 ein Teil von Nann' Engels Märchenschatz erhalten und unter dem Titel "Engadiner Märchen"* herausgegeben werden. Die Mär "Der Bär und der Fuchs" ist heute eine Station auf dem Märchenweg.
*Der Titel erlebt heute seine 8. Auflage in überarbeiteter Form.
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